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Max Sessner
Warum gerade heute
Lyrik

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Gedichte, die einen im Innersten berühren, weil sie, schlicht und raffiniert gleichzeitig, über »die kleine Freude sterblich zu sein« sprechen.

»Am Ende sind wir was wir sehen«: Max Sessners Gedichte wissen, wie wichtig Bilder sind – nicht nur, weil es Gedichte sind und Gedichte traditionellerweise mit Bildern operieren, sondern weil die Bilder das einzige sind, was übrigbleiben wird. Nämlich wenn es ihnen gelingt, sich einzubrennen in unser Gedächtnis.

Vergänglichkeit, Flüchtigkeit, Einsamkeit sind die Themen, die sich durch den Gedichtband ziehen. Sessner schafft es dabei, ganz einfache Bilder, alltägliche Erfahrungen, bekannte Konstellationen nach wenigen Zeilen in einen neuen Kontext zu stellen, aus der einen realen viele verschiedene potenzielle Welten zu machen. Das ist z.T. das Ergebnis surrealistischer Techniken der Verwandlung, vor allem aber einer großen Zärtlichkeit, die trotz der Melancholie über das Vergangene und der Verzweiflung angesichts des Künftigen festhält, was zu sehen und zu erleben ist. Sessners Blick auf die Dinge der Umgebung, auf Bilder und Fotos friert seine Gegenstände im selben Maße ein, wie er sie befreit und herauslöst und ihnen eine neue Existenz verleiht.

Warum gerade heute ist ein Gedichtband, der die Kraft hat, den Leser, die Leserin zu berühren. Geschrieben abseits der literarischen ›Szenen‹, spricht in ihm eine unverwechselbare, deutliche Stimme über das, was für uns alle wichtig ist – und gibt diesen Dingen eine Form: zwingend, verwandlungsfähig, vieldeutig: eine Freiheit, die nur Kunstwerke genießen.

»Max Sessner ist ein deutscher Lyriker. Ist aber Quatsch. Max Sessner ist nicht ein, er ist der deutsche Lyriker. Finde ich jedenfalls. Für mich ist er der beste.« (Bert Strebe)

»Immer wieder erlebt man Lese-Momente des Wiedererkennens und Verwunderns, ob am Bolzplatz oder im Wartezimmer, im Park oder im Haushalt, wenn Mäntel miteinander reden, Schiffe in den Adern zum alternden Herzen segeln und ein fremder Hund den Menschen anspricht und durchschaut. Ein Buch mit ungemein stimmungsdichten Wortgemälden über 'die kleine Freude sterblich zu sein'.« (Helmut Haberkamm, Nürnberger Nachrichten)